Was man so manchmal von Politikern mitbekommt ist ja manchmal schon merkwürdig. Aber die letzten Tage haben mir einiges Deutlich gemacht.
Man sollte ja davon ausgehen, dass Jemand, der viel Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse in einem bestimmten Bereich hat auch Ahnung davon hat. Man wird eher selten ein Bankenvorstandsmitglied zum Kindergärtner oder eine gerade fertig ausgebildete Erzieherin zum Vorstandsvorsitzenden einer Bank machen. Das könnte eventuell unschöne Resultate hervorbringen.
Wenn es nun Darum geht die höchsten Ämter dieses Landes zu besetzen sollte man doch nach den Besten und kompetentesten Leuten in diesem Land Ausschau halten. Und bekanntlicher Weise ist man meistens nur in einem schmalen Gebiet richtig gut. Und wenn ich dann die Ministerposten der vergangenen und Aktuellen Legislaturperiode ansehe fallen mir so einige interessante Dinge auf:
- Der neue Finanzminister war früher Innenminister.
- Der zwischenzeitliche Arbeitsminister war früher Verteidigungsminister.
- Der neue Verteidigungsminister war früher mal Wirtschaftsminister.
- Die neue Arbeitsministerin war früher Familienministerin.
Entweder sind das alles unglaubliche talentierte Leute oder hier ist was faul. Das kommt mir irgendwie so vor als Würde jemand Dirk Nowitzki über die politische Lage in Asien oder Peter Scholl-Latour über Amerikanischen Basketball als Ratgeber heranziehen.
Ich meine bei den Richtern oder beim Bundespräsidenten klappt es ja auch, dass man nicht einfach jemand auf einen Posten setzt, der sich maßgeblich dadurch Qualifiziert hat sich in einer Partei hochgearbeitet zu haben. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Warum nicht mal die Bundesregierung mit unabhängigen Experten besetzten? Dann wird das mit der Gewaltenteilung zwischen Bundestag (Legislative) und Bundesregierung (Exekutive) auch mal etwas eindeutiger, wenn da nicht immer die Selben Leute sitzen.