Everest hinter Wolken
Eine der wohl nervigsten Woche liegt hinter uns. Wie gesagt hatten wir uns auf den Weg zu Mount Everest gemacht. Wir dachten uns von Lhasa mit dem Bus nach Shigatse und den Rest mit dem doch schon etwas teurerem gemieteten Land Cruiser zu fahren.
Aber die Chinesichen Behörden waren schlauer als wir. Wir sollten wieder den ganzen Weg zurück nach Lhasa und uns einen allgemeinen Genehmigungsschein für Tibet austellen lassen (geht nur in Lhasa) und dann wieder kommen um eine spezielle Genehmigung für die Everest Region (geht nur in Shigatse).
Zum Glück konnten wir noch mit vielen Umständen eine Reisagentur in Lhasa dazu bekommen uns einen Land Cruiser samt Genehmigungsschein vorbei zu schicken.
Von da ging es dann weiter nach Tingri, in die theoretische Sichtweite des Berges. Allerdings war es bedeckt mit zeitweisen Schauern. Somit nicht viel zu sehen. Das Abendessen fesselte uns den ganzen nächsten Tag ans Bett, mit einigen Ausflügen zum Plumpsklo. Die so gewonnene Wartezeit brachte allerdings kein besseres Wetter.
Andere Reisende berichteten von einer durchs Millitär gesperrte Straße zum Basecamp. Unser Fahrer meinte die Straße sei nicht befahrbar, andere wiederum meinten, dass ein Reisebus voll Asiaten problemlos hinkam. An einer anderen Zufahrt zum Basecamp, die auch wieder vom Millitär gesperrt war, kamen auf einmal etliche Land Cruisers mit Polizeigeleit herausgefahren, natürlich mit Asiaten.
Das mit dem Wetter glaube ich, das habe ich gesehen. Aber alles andere kommt mir etwas merkwürdig vor. Es ist als ob es nicht gewollt ist, das Ausländer hier Reisen sollen.
Auch jegliche andere von uns angedachten weitere Reiserouten sind nicht ohne größere Probleme für Ausländer befahrbar. Letztes Jahr soll das alles viel einfacher gewesen sein. Ich komme erst wieder, wenn Tibet reisefreundlich geworden ist.
So irgendwie ist mir jetzt auch die Lust am Reisen vergangen. Aber noch steht die weitere Route nicht fest.


August 21st, 2007 at 22:09
Krass, das Bild sieht ja echt ein wenig nichtssagend aus… So als wenn man das irgendwo in der Pampa aufgenommen haette und nicht vor dem Hintergrund des hoechsten Berges der Welt.