Geburtstag unter Freunden

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Wie einige vielleicht schon wissen hatte ich letzte Woche (1.Mai) Geburtstag. Ich war diesmal aber nicht zu Hause und hab mit meinen Freunden gefeiert sondern war als Ausbilder auf dem Juniorleiter Trainingscamp (JLTC) in Schnega.

Für mich ist die Zeit als Ausbilder immer etwas ganz besonderes. Für kurze Zeit kommen Christen aus verschiedenen gemeindlichen Hintergründen zusammen und haben eine unglaublich intensive Gemeinschaft in Einheit und Liebe zueinander.

Ein zusammengewürfelter Haufen, der sich sicher nicht in allen Bibelauslegungs- und Glaubensfragen einig ist. Aber gerade, wenn man dies alles beiseite tut und miteinander ein gemeinsames Ziel hat, erlebt man eine unglaubliche Gemeinschaft, die man in so manchen Gemeinden vermisst. So war es gar nicht schlimm, dass zu meinem Geburtstag nicht die üblichen Verdächtigen da waren.

Eine andere Sache, der ich mir auf diesem Camp besonders bewusst wurde ist, dass ich älter werde. Jetzt nicht, weil ich Geburtstag hatte sondern wegen einigen anderen Dingen. Wenn ich mit den Teilnehmern über einige Camps redete stellte ich fest, dass sie zu dem Zeitpunkt gerade geboren waren.

Ich bin ruhiger geworden, erfahrener und sicherer. Ich bin nicht mehr der Junge Ausbilder, für den es eine neue Erfahrung ist sondern gehöre schon zu denen die das schon einige male gemacht haben. Aber trotzdem habe ich noch verrückte Ideen und fühle mich noch jung und frisch.

So macht es Spaß älter zu werden!

Internetzensur in Deutschland

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Nun bin ich noch nicht mal ein Jahr wieder aus China zurück und schon soll das Internet hier auch zensiert werden. Ob die Zensur durch veränderten DNS-Einträgen überhaupt wirksam ist, bleibt mehr als fraglich, aber sie ist echt praktisch um zu verhindern, dass beliebige Webseiten die dem Zensierenden aus irgend einem Grund nicht in den Kram passen unzugänglich zu machen. Sei es nun aus politischen oder wirtschaftlichen Interessen. Im Interesse der Allgemeinheit ist es in keinem Fall.

Aber wie bekommt man so etwas am Besten verkauft? Man heuchelt vor etwas Gutes zu tun und so wurden missbrauchte Kinder missbraucht um allen zu erklären, wie wichtig doch eine Zensur sei um die Kinder zu schützen! Das ist dann ungefähr so effektiv wie Unkraut mähen oder Deo statt duschen, aber bei der Medienkompetenz der Politiker ist das nicht verwunderlich.

Die Zensurliste soll vom nicht immer ganz vertrauenswürdigen BKA gepflegt werden. Das dann aus Versehen mal die Seite eines Zahnarztes gesperrt wird ist ja auch nicht weiter schlimm.

Die Frage, warum man nicht gegen die Anbieter vorgeht, wenn man schon deren Webseite ausfindig gemacht hat, bleibt unbeantwortet. Scheinbar geht es im Grunde gar nicht darum Kinder zu schützen.

Zum Thema:
Liste der Zensurprovider.de
Radio Interview auf netzpolitik.org vom Deutschlandradio.

Was kann man nun dagegen tun? Politiker aufklären? Auf die Straße gehen?
Allen die nicht tatenlos zusehen wollen, empfehle ich am Freitag, den 17. April 2009 zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung am Reichstagsufer 14 zu sein. Mehr Infos: http://tinyurl.com/zensursula
Dort soll dann die Vertragsunterzeichnung mit den Internetprovidern stattfinden.

Warum machen die nicht mal was nettes, wie zum Beispiel einen Vertrag zur Netzneutralität unterzeichnen oder so…

re:view

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Letzte Woche war ich auf der re:publica. Für mich war es das erste Mal auf der Konferenz über neue Medien und deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Nachdem ich am ersten Tag noch nicht so richtig wusste, was ich davon halten soll wurde es dann doch noch richtig gut. Es waren viele interessante Vorträge und Diskussionen dabei, von denen ich hier die Besten erwähnen will.

Es wurde unter anderem ein sehr interessantes Projekt namens “Hello World” vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Art Social-Network wie Facebook oder StudiVZ mit dem Unterschied, dass die Daten nicht zentral gespeichert werden und kein Anbieter die totale Kontrolle darüber hat. Ich finde, dass dies ein richtiger und guter Ansatz ist. Problematisch an der Sache ist bloß, dass sich Sowas erstmal gegen die etablierten Social-Network Plattformen durchsetzen muss und das ist sicher nicht einfach. Ich hoffe, dass sich etwas derartiges mal durchsetzen wird, zumal ich da wenig Hoffnung habe. Verteilte Suchmaschinen, wie YaCy oder Dienste wie Jabber haben sich leider auch noch nicht so richtig durchsetzen können. Ich denke weil sie einerseits etwas umständlicher sind und andererseits das Bewusstsein der Menschen wie sie mit ihren Daten umgehen noch sehr unterentwickelt ist.

Ein weiterer Interessanter Vortrag war über Gemeinschaftliche Kreativität, der einleuchtend gezeigt hat, wie sehr Patente den Fortschritt hindern und hemmen. Ich dachte das Problem gäbe es nur bei Softwarepatenten, aber dass muss wohl schon zu Zeiten der Dampfmaschine so gewesen sein.
Hier der Link: http://make.tv/republica2009/show/18567 (Vortrag fängt erst ab 4:00 Minuten an, Sprache: Englisch)

In eine ähnliche Richtung ging ein weiterer Vortrag über Freie Kultur und Kreativität, und wie diese derzeit massiv eingeschränkt und verfolgt wird.
Hier der Link: http://make.tv/republica2009/show/18607 (Leider kurzzeitig schlechter Ton, Sprache: Englisch)

Der meiner Meinung nach beste Vortrag, ging darüber, dass sich der Wandel der Technologie immer auf Bestehende Geschäftsmodelle auswirkt. Mommentan sind das Technologien wie Das Internet und die Möglichkeiten kostenlos Kopien zu erstellen und veraltete Geschäftsmodelle der Musik- und Filmindustrie.
Hier der Link: http://make.tv/republica2009/show/18685 (Sehr empfehlenswert, Sprache: Englisch)

Nun muss ich noch dazu sagen, dass bei weitem nicht alle Vorträge in Englisch gehalten wurden und die Themen bei weitem vielfältiger waren, als die hier präsentierten. Ein blick auf das Programm der re:publica lässt einen besseren Eindruck davon entstehen. Interessant fand ich auch den Bericht über die Situation der Blogger im Nahen Osten, die Diskussion über eine Kulturflatrate oder die Wissenschaftliche Untersuchung der Blogsphäre.

Hier gibt es die Übersicht über andere Vortragsvideos: http://make.tv/republica2009

Demokratie?

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Demokratie heißt doch wenn das Volk, also Alle, mitreden können und entscheiden dürfen. Da eine Diskussion mit 80.000.000 Leuten nicht unbedingt produktiv ist gibt es bei uns die Repräsentative Demokratie.

Was ist daran so toll? Man darf mitbestimmen wer über einen, für heutige Verhältnisse, unüberschaubar langen Zeitraum von 4 Jahren Das sagen hat. Die Auswahl beschränkt sich auf eine handvoll komplexer Komplettpakete, auch Wahl- oder Parteiprogramm genannt. Nicht das es jetzt unwahrscheinlich ist, dass genau die eigene Meinung getroffen wird. Man stelle sich vor, in Deutschland gäbe es nur 7 verschiedene Wohnungtypen, die einen bestimmten Schnitt, mit gewissen Tapetenmustern und Möbelstücken samt ihrem Inhalt in einem Komplettpaket miteinander vereinen. Und entweder nimmt man alles so wie es ist oder lebt auf der Straße. Oder was währe mit 5 verschiedenen Automodellen. Kann man da noch von “Wahl” reden? Oder ist das eher eine Art “Planpolitik”? Und die Frage ob man die Wohnung oder das Auto dann auch wirklich bekommt wie versprochen bleibt ja auch noch offen.

Also: mehr Wahl- und Mitbestimmungsmöglichkeiten währen gut. Heute flatterte mir eine Abstimmungsbenachrichtigung bezüglich des Berliner Volksentscheides über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich die Wahl habe.

Aber soll ich über Dinge mitbestimmen, die sie mich nicht direkt betreffen oder von denen ich keine Ahnung habe? Ist es gut, wenn ich selber entscheide oder wenn mir Entscheidungen abgenommen werden? Wie könnte ich richtig entscheiden wer für mich entscheidet? Ich denke Entscheidungen haben etwas mit Verantwortung zu tun. Treffe ich die entscheiden bin ich für die Konsequenzen Verantwortlich. Entscheidet jemand anders, ist er für die Konsequenzen Verantwortlich. Vielleicht liegt das Problem ja auch bei der Verantwortung an sich? Die einen wollen keine Verantwortung übernehmen und übertragen sie den Anderen durch Wahlen. Die Gewählten sind dann eigentlich Verantwortlich gegenüber Denjenigen die sei Gewählt haben, aber meist sind die dann so weit weg, dass man sie an der Lobby vorbei kaum noch erkennen kann. Also dann auch nicht mehr so relevant. Wenn die gewählten dann die “richtigen” Entscheidungen getroffen haben sitzen sie später in Vorständen und Aufsichtsräten.

Ist das wirklich ein Problem des Systems oder ein Problem der Menschen im System? Wo kämen wir hin, wenn jeder einzelne Bürger für sein Land und jeder Mensch für seine Mitmenschen Verantwortung übernehmen würde? Mal ehrlich, ich denke ein Alleinherrscher der weise und verständig, gütig und rücksichtsvoll ist, und selbstlos nur das Beste für sein Volk will währe besser als das was wir heutzutage haben.

Gut, dass es Gott gibt…

Shortcuts deluxe

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Wer am Computer schnell, effizient und einfach arbeiten will, der Startet Programme nicht umständlich mit der Maus über ein Menu sondern auf einen Tastendruck, auch Shortcut genannt. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat geht alles viel leichter von der Hand und man muss nicht immer zur Maus greifen.

Dank eines netten Hinweises habe ich nun ein Programm gefunden, mit dem man das auf die Spitze treiben kann: gnome-do Auf Tastendruck, kann man alle Programme starten, Nachrichten schreiben, Bookmarks durchsuchen, Programme fern steuern und vieles mehr.

Für Benutzer anderer Systeme sollen folgende geeignet sein: Quicksilver für Mac und Lauchy für Windows.

Perle des Internets

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Es gibt ja alles im Internet. Alles? Genau genommen nur das was jemand rein stellt. Und das ist so viel, dass man von Inhalten nur so überflutet wird. Die Kunst ist es nun die Perlen in dem Misthaufen zu finden. Neulich bin ich auf etwas gestoßen, was ich persönlich sehr bewegend, ansprechend und ermutigend fand und will es keinem vorenthalten:

fabianheinze.wordpress.com/2009/03/09/kapitel-vi-wie-komme-ich-ins-himmelreich/

Vielleicht könnte es hilfreich sein, die vorherigen Kapitel zu lesen. Aber dieses hat mich besonders bewegt…

Wahlcomputer ade!

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Gestern war ein entscheidender Tag für die Freiheit und Demokratie in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht hat den Einsatz von derzeitig eingesetzten Wahlcomputern für nicht nachvollziehbar befunden.

An dieser Stelle möchte ich allen Leuten danken, die ihre Zeit und Kraft dafür investiert haben, dass Wahlen in Zukunft immer noch transparent bleiben können.

Weitere Links zum Thema:

wahlcomputer.ccc.de/
www.ccc.de/updates/2009/wahlcomputer-urteil-bverfg
www.tagesschau.de
n-tv.de
www.spiegel.de

Medienkompetenz und Politiker

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Ich will nicht zu viel verraten, aber ich habe gerade eMails erhalten, die offensichtlich für die Mitglieder einer Fraktion eines deutschen Landtages bestimmt waren. Zudem wurde es auch noch versäumt, BCConline casino net zu nutzen. Wenn man sich eh untereinander kennt, ist das ja auch kein Problem. Naja, jetzt kenne ich jedenfalls auch die eMailadressen.

Ich bin auf jeden Fall echt gespannt, was da vielleicht noch so an interessanten Informationen bei mit ankommt…